Fördermöglichkeiten

Aufstiegs-BAföG

Das Aufstiegs-BAföG (Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz, kurz AFBG) fördert die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse wie Meister/in, Fachwirt/in, Techniker/in, Erzieher/in oder Betriebswirt/in.

Laut der Informationsseite der Bundesregierung gilt hierbei:

"Gefördert werden Fortbildungen öffentlicher und privater Träger in Voll- und Teilzeit, die fachlich gezielt auf öffentlich-rechtliche Prüfungen nach dem Berufsbildungsgesetz, der Handwerksordnung oder auf gleichwertige Abschlüsse nach Bundes- oder Landesrecht vorbereiten.

Der angestrebte berufliche Abschluss muss über dem Niveau einer Facharbeiter-, Gesellen- und Gehilfenprüfung oder eines Berufsfachschulabschlusses liegen. Häufig ist daher eine abgeschlossene Erstausbildung Voraussetzung für die Prüfungszulassung zur Fortbildungsprüfung. Gefördert wird nicht notwendigerweise nur die erste Aufstiegsfortbildung, sondern generell eine Aufstiegsfortbildung pro Person. Wenn Sie bereits eine selbst finanzierte Aufstiegsfortbildung absolviert haben, verlieren Sie hierdurch nicht Ihren Förderanspruch.

Sie können ausnahmsweise auch ein zweites Mal für ein weiteres Fortbildungsziel gefördert werden, wenn Sie die dafür notwendige Vorqualifikation erst durch den erfolgreichen Abschluss der ersten nach diesem Gesetz geförderten Maßnahme erlangt haben. Ein Beispiel hierfür ist der Lehrgang zur Vorbereitung auf den/die Betriebswirt/in nach der Handwerksordnung nach einer bereits geförderten Meistervorbereitung und der erfolgreichen Meisterprüfung.

Darüber hinaus ist die Förderung an bestimmte zeitliche und qualitative Anforderungen gebunden:

  • Die Maßnahme muss mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen (Mindestdauer).
  • Bei Vollzeitmaßnahmen müssen in der Regel je Woche mindestens 25 Unterrichtsstunden an 4 Werktagen (Vollzeit-Fortbildungsdichte) stattfinden. Vollzeitfortbildungen dürfen insgesamt nicht länger als drei Jahre dauern (maximaler Vollzeit-Zeitrahmen).
  • Bei Teilzeitmaßnahmen müssen die Lehrveranstaltungen monatlich im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden (Teilzeit-Fortbildungsdichte) umfassen. Teilzeitmaßnahmen dürfen insgesamt nicht länger als vier Jahre dauern (maximaler Teilzeit-Zeitrahmen).
  • Fernlehrgänge können als Teilzeitmaßnahme gefördert werden, wenn sie die Förderungsvoraussetzungen des AFBG erfüllen und zusätzlich den Anforderungen des Fernunterrichtsschutzgesetzes entsprechen.
  • Mediengestützte Lehrgänge können ebenfalls gefördert werden, wenn sie durch Präsenzunterricht oder eine diesem vergleichbare verbindliche mediengestützte Kommunikation im Umfang von mindestens 400 Stunden ergänzt werden und regelmäßige Erfolgskontrollen durchgeführt werden. Reine Selbstlernphasen sind nicht förderfähig.
  • Förderfähig sind nur Lehrgänge bei zertifizierten Anbietern, die über ein entsprechendes Qualitätssicherungssystem verfügen."

Da die Akademie für Karriere und Weiterbildung seit dem Frühjahr 2017 nach dem LQW-Qualitätsmanagement zertifiziert ist und die weiteren hier aufgeführten Kriterien bei allen unseren beruflichen Weiterbildungen erfüllt sind, sind alle unsere Maßnahmen förderfähig durch das Aufstiegs-BAföG.

Meisterbonus

Seit 2013 erhält in Bayern jede/r Absolvent/in, der eine Weiterbildungsprüfung zum Meister oder einem gleichwertigem Abschluss erfolgreich abgelegt hat, den Meisterbonus von 1000,00 Euro von der Staatsregierung des Freistaates Bayern.

Voraussetzungen:

  • Der Hauptwohnsitz des/r Absolventen/in liegt in Bayern.
  • Die Prüfung wird vor der fachlich und örtlich zuständigen Behörde in Bayern abgelegt.
  • Von dieser Institution wird auch das Zeugnis ausgestellt.

Für den Erhalt des Bonus ist keine vorhergehende Antragsstellung notwendig, da die infragekommenden Personen von der zuständigen Stelle ermittelt werden. Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien unter dem Suchbegriff "Meisterbonus".

Bildungsgutschein

Kosten, die unmittelbar durch die Weiterbildungsmaßnahme entstehen, werden von der Arbeitsagentur übernommen. Dazu zählen Lehrgangs- und Fahrtkosten, Kosten für Unterbringung, Verpflegung und für die Betreuung von Kindern. Einen generellen Anspruch auf den Bildungsgutschein gibt es nicht. Die Arbeitsagentur am Wohnort des Antragstellers oder das Jobcenter entscheidet über die Förderung. Dort wird in einem Beratungsgespräch geprüft, ob der Gutschein infrage kommt.

Voraussetzungen:

  • Der/die Antragssteller/in ist zum Zeitpunkt der Antragsstellung arbeitslos
  • Dem/r Antragssteller/in droht eine Kündigung oder der Auslauf eines Arbeitsvertrages, was durch eine Fortbildung abzuwenden wäre.
  • Der/die Antragsteller/in muss entweder eine Berufsausbildung abgeschlossen oder min. drei Jahre eine berufliche Tätigkeit ausgeübt haben.

Ausführliche Informationen finden Sie unter www.arbeitsagentur.de.

Steuererleichterung

Der Staat fördert die berufliche Weiterbildung durch steuerliche Erleichterungen. Werbungskosten sind bei Fortbildung in einem ausgeübten Beruf voll absetzbar. Sonderausgaben sind bei Berufs- und Weiterbildung in einem nicht ausgeübten Beruf bis zu 4.000,- € im Kalenderjahr absetzbar.

Kosten, wie z.B. Fahrtkosten, Lehrbücher, Prüfungsgebühren der IHK, etc. können Sie steuerlich absetzen.

Begabtenförderung

Besonders begabte Menschen bis zu einem Alter von 25 Jahren können unter bestimmten Voraussetzungen die "Begabtenförderung" erhalten.

Dazu gibt es Stipendien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Voraussetzung:

  • Der/die Antragssteller/in hat seine/ihre Berufsabschlussprüfung mit mindestens 87 Punkte oder besser als "gut" bestanden (bei mehreren Prüfungsteilen die Durchschnittsnote 1,9 oder besser).
  • Die besondere Qualifikation für die Maßnahme wird durch einen begründeten Vorschlag des Arbeitgebers oder der Berufsschule nachgewiesen.

Mehr erfahren Sie auf der Internetseite www.begabtenfoerderung.de.